Sonstige Aktivitäten

Die TS hält weiter beständig an und vertieft sich. Alex hat inzwischen geschätzte 1500 Bäume ausgeschnitten. Da wir kein Feuer machen durften, sind alle abgeschnittenen Zweige zu kleinen Haufen aufgeschichtet und warten darauf verbrennt zu werden. Leider liegen sie auch im Wald, wo man kein Feuer machen kann. Es wird also mühsam werden diese aus den Wald zu holen. Da ja immer erst ab 14 Uhr bekannt gegeben wird ob wir brennen dürfen warten wir geduldig den Vormittag ab. Es regnet, bzw. hat geregnet. Ich nutze die Gunst der Stunde und mache ‚Frühjahrsputz‘. Zum Abschluss noch Durchsaugen und endlich mal wischen. Da wir hier keine Tiere haben und niemand mit Schuhen ins Haus geht, ist es auch eigentlich immer sauber. Aber ich dachte mir, so für’s Gefühl, machste es mal. Leider stellte ich fest, das es eine bescheuerte Idee war. Nach 6 Stunden warten, war alles noch genauso nass wie direkt nach dem Wischen. Die hohe Luftfeuchtigkeit eine Trocknung unmöglich. Nachdem wir nun doch etwas Feuer machen konnten, blieb mir nichts anderes übrig, als mit einem Tuch alles abzutrocknen. Es war alles beschlagen, die Fenster, der Kühlschrank, die Spiegel. Unglaublich. Ich habe zum ersten mal, wenigstens im Badezimmer die Heizung angemacht, um wenigstens die Handtücher etwas trocken zu bekommen. Am nächsten Tag war alles wieder normal. Wir waren zum Supper bei Dave und Bonnie geladen. Ich erzählte davon, und die anwesenden weiblichen Canadier teilten mir dann mit, deshalb wischt niemand im Sommer seinen Fußboden. Okay. Ich werde den Wischmob dann wohl in Keller bringen können. Wer weiß, wann ich mal wieder Gelegenheit habe, zu wischen.

Stück für Stück arbeiten wir uns im Wald vorwärts. Ecke für Ecke wird durchforstet. Täglich ein bißchen und täglich baden. Alles fein.

Achja, weil das mit dem Feuer machen und Grillen etwas problematisch ist, haben wir uns nun doch einen Gasgrill angeschafft. Das vereinfacht es.

Wir haben Termin mit Lorne auf unserem Hof. Er soll schauen, wo wir am besten mal eine Garage bauen können. Das was wir uns gedacht haben, geht alles nicht so einfach. Nicht unter der Stromleitung, Anbau ans Haus ist 6.000 CAD teurer als eigenständig stehend, da muss man aufpassen, wegen dem Regen-/Tauwasser was abläuft, da muss ein Graben gezogen werden, hier ist das Gefälle zu stark, da ist das Niveou zu hoch und da zu niedrig…Nach einigen Hin- und Her haben wir nun aber einen Platz gefunden. Im kommenden Jahr, können wir dann, wenn der Bagger da ist die Vorarbeiten für das Fundament machen. Dann kann Lorne im nächsten Jahr evtl. die Garage aufbauen. Das wäre mal was. Dann haben wir auch Platz für die Blauen Säcke.

Eine Einladung zum Fahn-Essen (Fiddleheats) bei Thomas und Marion. Die sind schon lecker. Aber wohl viel Arbeit sie nach dem Ernten im Frühjahr zu reinigen. Auf einmal rennt die Zeit. noch 9 Tage und dann gehts zurück nach Deutschland. Wir schaffen es noch einmal an den Atlantik zum Baden. Netterweise holen uns unsere Nachbarn ab und nehmen uns mit nach Cassy Cape. Dort wohnen Darrans Eltern. Direkt am Wasser. Es ist total schön dort und seine Eltern sind sehr sehr nette herzliche Menschen. Wir hätten noch Stunden dort verbringen können. Ich habe leider etwas mit der der Zeit gedrängt, da wir abends noch mit Holly und Darren Krustenbraten essen wollten. Ich hatte Ihnen versprochen einmal typisch deutsch zu kochen. Wobei der Krustenbraten war zwar eine gute Idee, aber fast unmöglich hier zu kaufen. Fleisch mit Schwarte? Nach vielen Nachfragen und Umherfahren, fanden wir dann einen Schlachter in Sussex der uns das gewünschte Stück Fleisch liefern konnte. Dazu gab es Sauerkraut und süße Bratkortoffel. Es hat den Canadiern geschmeckt. Schön, das freut mich.

Die letzten Tage haben wir dann noch soviel wie möglich im Wald gearbeitet. Thomas muss aus familiären Gründen kurzfristig nach Deutschland. Er kommt zurück wenn wir losfliegen. Vielleicht sehen wir uns noch mal. Täglich hageln Einladungen zum Essen, oder Trinken oder Beides ins Haus. Wir müssen aber leider die Abendessen zu Hause verbringen. Der Inhalt im Kühlschrank und Gefrierschrank ist so berechnet, das er genau bis zum Ende des Urlaubes reicht. Wenn wir aber nicht zu Hause essen, dann müssen wir es wegschmeißen. Wäre schade drum.

Also zusammenfassend sind wir tiefenentspannt, kreativ und stets beschäftigt.

 

 

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