Auf geht’s – ab nach Canada

Endlich geht es los. Alles ist erledigt und wir sind Urlaubsreif. Nachdem der Blitz noch eben in unsere Oberleitung geschlagen hat und einige elektrischen Geräte zerstört hat und mal eben alles wieder in Ordnung gebracht werden musste, konnten wir nun unseren Koffer packen. Also in unserem Fall den Rucksack.

Start 5.00 Uhr mit der Bahn ab Schwanheide nach HH-Hauptbahnhof. Umsteigen in die S-Bahn zum Flughafen. Sollte kein Problem sein, kennen wir ja schon. Es gibt nämlich eine kleine Tücke auf der Strecke. Die S-Bahn hält an einer Station und von den 6 Wagen, fahren dann drei in den Norden und die anderen 3 zum Flughafen. Man muss also darauf achten, dass man in den richtigen 3 Wagen sitzt. In unserem Fall hieß es, Fahrgäste zum Flughafen in den vorderen 3 Wagen platz nehmen. Wir saßen im ersten und hatten keine Zweifel. Die Türen schließen, die Bahn fährt los und dann kommt die Durchsage ‚Nächster Halt – Kornstraße‘. Das ist unmöglich. Wir schauen uns nur verdutzt an, ich bekomme schon leicht Panik, das wir zu spät zum Flughafen kommen (Soll ja eigentlich 3 Stunden vor Abflug sein bei Transatlantikflügen – hatten nur 2 Stunden eingeplant) schnallen die Rucksäcke auf und steigen an der nächsten Station erst einmal aus. Das war Kornweg. 5 Minuten warten und in die nächste Bahn wieder eine Station zurück und aussteigen. Da wir ja in den ersten drei Wagen saßen, stiegen wir nun in die letzten 3 Wagen ein. Die Türen schließen und die Bahn fährt los. Dann die Durchsage. Nächster Halt ‚Kornweg‘. Alex kriegt sich vor lachen nicht ein und ich hätte heulen können. Das gibt’s doch nicht. Wir sind doch nicht bescheuert. Wieder 5 Min. warten und wieder eine Station zurück. Nochmal auf die nächste Bahn warten – nun haben wir uns wieder für die vorderen 3 Wagen entschieden. Die Tür schließt, die Bahn startet und die Durchsage kommt. Nächster Halt –ne ne nicht Kornweg – Flughafen. Was ein Glück. Hat uns ne halbe Stunde gekostet.

Der Check in hat einwandfrei funktioniert. Nur neu war dieses Mal, das man vor dem Check in sich am Automaten eine Bordingkarte ziehen muss. Aber die Dame war so nett und hat es trotzdem für uns erledigt, die Rucksäcke zu wiegen und uns einzuchecken. Sie meinte, wir sollten auf Rucksäcken auch Namensschilder heften, die gehen leichter verloren. Ich bin dem Rat gefolgt. Alex nicht.

In München muss man etwas Zeit einplanen. Vom Inland-Gate zum Transatlantik-Gate sind es ein paar Schritte zu laufen. Wir hatten 2 Stunden Zeit, weil der Flug schon seit Mai Verspätung hatte. Also natürlich nicht. Wir hatten nur eine Mitteilung bekommen, das wir eine Stunde später als geplant fliegen werden. Das war gar nicht so schlimm. Bording-Time war 10.20 – Abflug 11.20. Es war so gegen 9.50 Uhr. Wir tranken ein Weizenbier und aßen eine Brezel, als wir plötzlich unsere Namen im Ausruf hörten, wir mögen bitte unverzüglich zum Gate kommen. ?????   Bier stehen gelassen und losgedackelt stehen wir am Gate. Die Dame hätte gerne nochmal unsere Reisepässe. ????  Ich gebe sie Ihr Beide, Interesse hat sie nur an dem von Alex. Große Fragezeichen in unserem Gesicht. Naja, meinte sie, nur nochmal zur Kontrolle und außerdem würden sie auch nun gleich mit dem Bording beginnen. Da es noch über eine Stunde Zeit war, sind wir wieder zurück in die Abflughalle und haben noch in Ruhe ein Bier getrunken. Die Bordingtime begann dann um 11.00 Uhr und wir wurden mit Bussen zum Flugzeug gefahren. Als alle an Bord waren, hatten wir bereits 20 Min. Verspätung. Ein Start kam jedoch nicht in Frage. Wir standen und standen und standen. Nach ca. 40 Min. teilte der Pilot uns mit, wir können zur Zeit nicht starten, da aufgrund der Anschläge in Frankreich der Luftraum gesperrt sei. Es dürfen nur alle 15 Minuten 5 Flugzeuge Frankreich passieren. Er hofft wir sind in 20 Min. auch dran.

Mit Verspätung sind wir nach einem ruhigen Flug in Hallifax  gelandet. Mit einem Mietwagen sind wir dann nach Moncton zum Flughafen gefahren, wo uns Thomas und Marion uns dann netterweise abgeholt haben. Wir hatten 31 Grad.

Schade nur um das Weizenbier.

 

 

 

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