Ich hasse Top-Soil

Nachdem wir eine sehr lustige Gartenparty im Regen mit Burger und Maiskolben (versucht die mal mit einer Zahnspange zu essen) verbracht haben, stand natürlich die Fortsetzung der geplanten Gartenarbeiten weiterhin an. Das mit den passenden Steine suchen, stellte doch eine Herausforderung dar. Wie zu vermuten gab es nicht die passende Größe wie ein Granitbord. Aber Alex sein Ego ließ Ihn nicht aufgeben. Es wurde zu einer persönlichen Angelegenheit. Schon der Versuch Beton und ein Bütt zum Anrühren zu bekommen erwies sich als schwierig., bzw. unmöglich. Beton ja, eine Bütt nein. Also Plan C vielleicht.
Nach mühseligen Auskratzen einer Kante und setzen der Steine, war zumindest schon mal ein Rahmen fertig. Dann Splitt reinfahren und Steine suchen für die Fläche. Nun fehlte noch irgendein Füllmaterial für die Fugen. Da das käuflich so nicht zu erwerben war, musste eine betonähnliche Masse herhalten. Wir werden sehen, ob das den Winter übersteht oder alles hochfriert. Es sieht jedenfalls ordentlich aus. Ich selbst bestand ja darauf ein Blumenbeet vorm Haus anzulegen,
so wie es eben alle Canadier hier haben. Das Augenverdrehen von Alex war nicht zu übersehen und das hieß für mich das ich von seiner Seite keine Hilfe zu erwarten habe. Aber ich kann das auch alleine. Denke ich. Mit einer Warnung von Alex in der Tasche, das ich auf jeden Fall eine Kante ums Beet bräuchte, verzog ich mich grimmig um Steine dafür zu suchen. Er meinte ich könnte auch Baumstämme nehmen. Mußt dir halt welche suchen. Super Idee. Die Motorsäge ist das Einzige, was ich zu meinem Leid, nicht bedienen kann. Also, war die einfache Variante damit schon erledigt. Da es nur gelegentlich mal aufhörte zu regnen, ist es eine matschige Angelegenheit Steine zu suchen und vor allem mittels der ausgeliehenden Schubkarre über den Hof zu schieben. Ich kann das, alleine! Boah wie ich es hasse. Diese Pampe überall.
Aber ich ahnte noch nicht, das es noch schlimmer kommen würde.
Zum Glück kam Kumpel Steven und meinte, er fahre jetzt in die Gärtnerei und ich ergriff die Gelegenheit mich vom Staub zu machen. Brauchte ja auch Pflanzen für mein Blumenbeet. Dazu später mehr.
Es ist ja auch nicht so, als hätten wir nur ein Projekt. Alles was irgendwie mit Baggerarbeiten zu tun hat, muss bis Montag Abend erledigt sein, weil Dienstag früh der, natürliche gereinigte, Bagger wieder abgeholt wird. d.h. es steht auch noch mein Hochbeet an. Augenverdrehen! Während ich also in der Gärtnerei war, hat Alex mir Baumstämme besorgt. Die haben wir dann aneinander geschraubt und das Ergebnis war – alles schief -. Wie schön kann Alex in englisch fluchen. Das Hochbeet wurde dann noch mit Unkrautflies ausgelegt und dann mit Ästen usw. befüllt und dann mittels des Baggers mit Top-Soil aufgeschüttet.
Das ich nicht lache, das Wort aufgeschüttet ist hierbei völlig ungeeignet. Wie soll man diese Pampe schütten. Es vielen gefühlte 100 Tonnen dieser Pampe in, um und auf das Hochbeet und blieben genauso liegen. Unglaublich. Aber gut, besser
als mit der Schippe. Der Gedanke daran ist schon völlig lächerlich. Schippen – niemals. Alex hatte dann entgültig die Nase voll. Er wollte nur noch den Bagger sauber machen. Wir hatten vom Nachbarn den Hochdruckreiniger. Was soll ich sagen, der sprang nicht an und dann wollte Alex mit Hilfe des ATV zum anderen Nachbarn fahren um vielleicht von Ihm ein Ersatzgerät zu bekommen.
Der ATV sprang auch nicht an. Also das hatte schon was vo „Worst-Case“. Um aus der Gefahrenzone zu kommen, ging ich zu Steven und fragte nach Hilfe. Er hat zwar das ATV zum Laufen bekommen aber nicht den Hochdruckreiniger. Aber so ist Alex dann doch los zum Nachbarn und ich haber in der Zeit versucht mittels dem Gartenschlauch und meinen Händen, die Pampe vom Bagger
abzubekommen. War nach einer halben Stunde schon zufrieden mit meiner Arbeit, als Alex zurück kam und es für totalen Schwachsinn hielt und Don würde morgen früh mit seinem Hochdruckreiniger kommen und dann erledigt er es, wie ein Mann eben.
Damit war der Tag vorbei War übrigens Canada-Day.

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