Der letzte Tag

Da ist er nun… der letzte Urlaubstag. Wir haben nicht alles geschafft (Isolierung und Trockenbau fehlen noch) aber doch vieles. Haben heute unsere Baustelle aufgeräumt und abgeschlossen. Kurz nochmal im Pollett-River baden gewesen und uns von den Nachbarn verabschiedet. Nachdem mich gestern bereits 2 Dreiecksfliegen in den Fuß gebissen hatten, sind wir auf dem Weg zum River heute noch durch ein Erdwespen-Nest gestolpert. Wir haben jeder eine abbekommen. Dazu noch eine Dreiecksfliege. Mein Fuß sieht aus wie ein 10 Liter Eimer. Super und morgen den ganzen Tag im Flugzeug. Morgens hat Alex noch die Fenster bei Marion und Thomas geputzt. Das ist so etwas wie ein Ritual. Da wir wirklich netterweise das Auto von den Beiden nutzen durften, habe ich mich mit der Reinigung des Autos beschäftigt. Marion war so nett uns einen Stein zu beschriften, den wir an unser Grundstück hängen können. Ich habe gestern dabei leider völlig versagt. Schreiben ist ja schön und gut, aber malen ist voll in die Grütze gegangen. Der Brunnenbauer war gestern auch noch da. Er wird für die Grundwasserspülung sich mit MM in Verbindung setzen und die Baggerarbeiten schon mal erledigen in Kürze. Die Bohrung selber macht er bis wir nächstes Jahr wieder kommen.

Wir haben sehr viele nette Bauarbeiter kennengelernt, die sehr interessiert sind über das Sein und Tun in Deutschland. Welche Farben haben die Wasserrohre, wie sehen die Stromkabel aus, was macht die Politik und Wirtschaft. Aber viel interessanter sind die Eigenarten in Canada. An einer Kreuzung halten alle Autos und wer zu erst Stop macht, darf als erstes wieder fahren. Bierflaschen werden nur ausgespült beim Recycling angenommen. Der Müll wir getrennt, aber Plastik und Pappe darf zusammen. Dafür muss man bestimmte Beutel selber kaufen. Es ist schwer Bambussprossen im Laden zu bekommen. Die Parkplätze vor der Mall sind mindestens so geräumig, dass alle Bewohner der Stadt auf einmal einkaufen könnten und jeder bekäme einen Parkplatz. Alkohol gibt es nur im Liquor Shop, das Rauchen ist vor Gebäuden nur im Abstand von 9 m erlaubt. Es gibt keine H-Anker (für Alex völlig unverständlich). Der Kanadier hält nicht so viel von Mode. Der gemeine Kanadier kleidet sich meist den Jahreszeiten entsprechend funktional. Allerdings sind Bade-Wander-Sandalen unabdinglich. ‚Sorry‘ ist eines der Standard-Worten die man kennen sollte. Der Kanadier entschuldigt sich für alles, auch wenn ihn keine Schuld trifft. Um als Kanadier durchzugehen, verlangsamt man seine Sprache und fragt ständig ‚How are you‘? Eine ernste Antwort darf man nicht erwarten. You are welcome!

Wir haben einen tollen Urlaub gehabt. Und hier mal ein ganz dicken Drücker an Thomas und Marion. Ohne Ihr Dasein, wären wir nicht hier. Ohne Sie wäre Vieles fast nicht möglich gewesen zu erreichen und wenn nur unter wirklich extrem schlechten und kostenintensiven Alternativen. Vor allem nicht mit soviel Spaß dabei. Wir freuen uns heute schon darauf Sie bei uns als Gäste begrüßen zu dürfen.

Wir essen jetzt noch eine Pizza. Packen unseren Rucksack und gehen schlafen. Morgen früh müssen wir dann los. Ab nach Germany.

We stay in Touch.

Urlaub

So, nun sind es 29 Grad, es ist Wochenende und wir machen Urlaub. Unser Ausflug führt uns in den Süden von NB. ca. 40 km von unserem Haus entfernt kommt der Fundy National Park. Dort fließt der 45 River, der über eine Covered Bridge verfügt. Wir waren schon mehrmals dort, aber dieses Mal war der Plan dort auch runter zu gehen. Es sieht von oben sehr steil aus. Aber Alex ist auch nicht davon abzubringen, obwohl überall Warnschilder stehen, das man es nicht machen soll. Aber Ihr kennt ja Alex. Also es war nicht so schlimm, wie ich es befürchtet habe, aber meine Höhenangst hat gleich Aufmerksamkeit gefordert.

Wir haben einen schönen Nachmittag in der Wildness verbracht. Ohne weitere Menschen. Am Abend haben wir nochmal Steaks gegrillt und etwas getrunken. Es war ein schöner Tag und Abend.

Langsam kommt Abschieds-Stimmung. Wenn man anfangen kann die Stunden zu zählen, werde ich schon traurig. Könnte noch Wochen hier verbringen.

 

Impressionen

das Wetter gab es her, das wir noch etwas im Wald und auf dem Grundstück arbeiten konnten. Es war Hochbetrieb. MM hat gebaggert und Steine rangefahren und das Septic vorbereitet, während der Plumber die Wasserleitungen gelegt hat. Der Plumber wollte auch gleich die Dusche einbauen. Dazu benötigt er aber hinter der Dusche zur Außenwand eine Isolierte Wand. Außerdem hat er das Paket ‚Dusche‘ ausgepackt und festgestellt, das die Seitenwände fehlen. Somit fuhren wir am Freitag endlich mal wieder nach Moncton um Selbiges zu holen. Da MM oben an der Straße auch den Wall weggebaggert hat, habe ich gleich Rasensaat gekauft.

Unsere Schneise zum Fluss wird immer breiter und es gibt bereits provisorische Bänke unter den riesigen Ahorn-Bäumen. Es ist eine Affenhitze und ganz ehrlich, da macht Feuer machen nicht wirklich spaß. Aber wir wollen so viel wie möglich schaffen. Anschließend noch schnell in unseren Fluss und Abkühlung holen. So kann man es ertragen. Abends haben wir bei uns gegrillt. Marion und Thomas waren unsere Gäste. Wir blieben im Haus und haben dort unsere erste Nacht verbracht. :-)))