Der letzte Tag

Da ist er nun… der letzte Urlaubstag. Wir haben nicht alles geschafft (Isolierung und Trockenbau fehlen noch) aber doch vieles. Haben heute unsere Baustelle aufgeräumt und abgeschlossen. Kurz nochmal im Pollett-River baden gewesen und uns von den Nachbarn verabschiedet. Nachdem mich gestern bereits 2 Dreiecksfliegen in den Fuß gebissen hatten, sind wir auf dem Weg zum River heute noch durch ein Erdwespen-Nest gestolpert. Wir haben jeder eine abbekommen. Dazu noch eine Dreiecksfliege. Mein Fuß sieht aus wie ein 10 Liter Eimer. Super und morgen den ganzen Tag im Flugzeug. Morgens hat Alex noch die Fenster bei Marion und Thomas geputzt. Das ist so etwas wie ein Ritual. Da wir wirklich netterweise das Auto von den Beiden nutzen durften, habe ich mich mit der Reinigung des Autos beschäftigt. Marion war so nett uns einen Stein zu beschriften, den wir an unser Grundstück hängen können. Ich habe gestern dabei leider völlig versagt. Schreiben ist ja schön und gut, aber malen ist voll in die Grütze gegangen. Der Brunnenbauer war gestern auch noch da. Er wird für die Grundwasserspülung sich mit MM in Verbindung setzen und die Baggerarbeiten schon mal erledigen in Kürze. Die Bohrung selber macht er bis wir nächstes Jahr wieder kommen.

Wir haben sehr viele nette Bauarbeiter kennengelernt, die sehr interessiert sind über das Sein und Tun in Deutschland. Welche Farben haben die Wasserrohre, wie sehen die Stromkabel aus, was macht die Politik und Wirtschaft. Aber viel interessanter sind die Eigenarten in Canada. An einer Kreuzung halten alle Autos und wer zu erst Stop macht, darf als erstes wieder fahren. Bierflaschen werden nur ausgespült beim Recycling angenommen. Der Müll wir getrennt, aber Plastik und Pappe darf zusammen. Dafür muss man bestimmte Beutel selber kaufen. Es ist schwer Bambussprossen im Laden zu bekommen. Die Parkplätze vor der Mall sind mindestens so geräumig, dass alle Bewohner der Stadt auf einmal einkaufen könnten und jeder bekäme einen Parkplatz. Alkohol gibt es nur im Liquor Shop, das Rauchen ist vor Gebäuden nur im Abstand von 9 m erlaubt. Es gibt keine H-Anker (für Alex völlig unverständlich). Der Kanadier hält nicht so viel von Mode. Der gemeine Kanadier kleidet sich meist den Jahreszeiten entsprechend funktional. Allerdings sind Bade-Wander-Sandalen unabdinglich. ‚Sorry‘ ist eines der Standard-Worten die man kennen sollte. Der Kanadier entschuldigt sich für alles, auch wenn ihn keine Schuld trifft. Um als Kanadier durchzugehen, verlangsamt man seine Sprache und fragt ständig ‚How are you‘? Eine ernste Antwort darf man nicht erwarten. You are welcome!

Wir haben einen tollen Urlaub gehabt. Und hier mal ein ganz dicken Drücker an Thomas und Marion. Ohne Ihr Dasein, wären wir nicht hier. Ohne Sie wäre Vieles fast nicht möglich gewesen zu erreichen und wenn nur unter wirklich extrem schlechten und kostenintensiven Alternativen. Vor allem nicht mit soviel Spaß dabei. Wir freuen uns heute schon darauf Sie bei uns als Gäste begrüßen zu dürfen.

Wir essen jetzt noch eine Pizza. Packen unseren Rucksack und gehen schlafen. Morgen früh müssen wir dann los. Ab nach Germany.

We stay in Touch.

Urlaub

So, nun sind es 29 Grad, es ist Wochenende und wir machen Urlaub. Unser Ausflug führt uns in den Süden von NB. ca. 40 km von unserem Haus entfernt kommt der Fundy National Park. Dort fließt der 45 River, der über eine Covered Bridge verfügt. Wir waren schon mehrmals dort, aber dieses Mal war der Plan dort auch runter zu gehen. Es sieht von oben sehr steil aus. Aber Alex ist auch nicht davon abzubringen, obwohl überall Warnschilder stehen, das man es nicht machen soll. Aber Ihr kennt ja Alex. Also es war nicht so schlimm, wie ich es befürchtet habe, aber meine Höhenangst hat gleich Aufmerksamkeit gefordert.

Wir haben einen schönen Nachmittag in der Wildness verbracht. Ohne weitere Menschen. Am Abend haben wir nochmal Steaks gegrillt und etwas getrunken. Es war ein schöner Tag und Abend.

Langsam kommt Abschieds-Stimmung. Wenn man anfangen kann die Stunden zu zählen, werde ich schon traurig. Könnte noch Wochen hier verbringen.

 

Impressionen

das Wetter gab es her, das wir noch etwas im Wald und auf dem Grundstück arbeiten konnten. Es war Hochbetrieb. MM hat gebaggert und Steine rangefahren und das Septic vorbereitet, während der Plumber die Wasserleitungen gelegt hat. Der Plumber wollte auch gleich die Dusche einbauen. Dazu benötigt er aber hinter der Dusche zur Außenwand eine Isolierte Wand. Außerdem hat er das Paket ‚Dusche‘ ausgepackt und festgestellt, das die Seitenwände fehlen. Somit fuhren wir am Freitag endlich mal wieder nach Moncton um Selbiges zu holen. Da MM oben an der Straße auch den Wall weggebaggert hat, habe ich gleich Rasensaat gekauft.

Unsere Schneise zum Fluss wird immer breiter und es gibt bereits provisorische Bänke unter den riesigen Ahorn-Bäumen. Es ist eine Affenhitze und ganz ehrlich, da macht Feuer machen nicht wirklich spaß. Aber wir wollen so viel wie möglich schaffen. Anschließend noch schnell in unseren Fluss und Abkühlung holen. So kann man es ertragen. Abends haben wir bei uns gegrillt. Marion und Thomas waren unsere Gäste. Wir blieben im Haus und haben dort unsere erste Nacht verbracht. :-)))

Jetzt wird es schier gemacht!

Schier ist so ein schönes Wort und hat soviel Bedeutung. Das in englisch zu übersetzen ist fast nicht möglich. Kann keiner was mit anfangen. Aber bei uns wurde heute angefangen ‚SCHIER‘ zu machen. In der Frühe waren wir erstmal laufen. Das viele Essen, trinken und sitzen in Saint John müssen nun wieder ausgeglichen werden. Extrem schwere Beine und schwüle Luft morgens um 8 Uhr haben es nicht zum Vergnügen gemacht. Da MM heute angemeldet ist mit seinem Bagger und wir noch zwei Bäume beseitigen müssen, die wir ungerne fallen lassen wollen, müssen wir zeitig los. Der 30 t Bagger ist genau Alex seine Abteilung. Es ist eine wahre Wonne zuzuschauen, was der so weg schafft. Kein Vergleich zur Arbeit mit Kettensäge und Handarbeit. Natürlich, wie immer ein Feuer machen, damit alles gleich weg ist.

Ein Problem grundsätzlich ist, wenn man so im Wald arbeitet, das sich eine natürlich Notdurft einstellt. Da bin ich persönlich Spezialist drin. Wenn es dann nicht mehr aufzuhalten ist, dann muss man sich ein schmuckes Plätzchen suchen. Ich habe da ja kein Problem mein Geschäft auch im Wald zu erledigen. Ich meine nicht das Kleine im Gegensatz zu meinem Mann. Das wirklich schlimme daran ist, das man nicht so schnell sein kann, wie die Moskitos dein Vorhaben auf dem Zettel haben. Ich glaube, die sitzen den ganzen Tag rum und warten nur darauf dass irgendjemand seine Hose fallen lässt. In Sekunden wir der Allerwerteste (der nicht mit Off behandelt wurde) derartig attackiert, das du nur noch hoffen kannst, erstens, schnell Dein Geschäft zu erledigen und  zweitens After Bite im Rucksack zu haben. Das nur mal eben nebenbei bemerkt.

Wie gesagt. MM ist vor Ort mit seinem Bagger. David hat gestern versprochen, das Alex auch mal baggern darf – und – er hat Wort gehalten.

Wie kleine Jungs eben so sind.

inzwischen sind aus dem damaligen 60 m Einfahrt bestimmt schon 120 m geworden. Morgen schauen wir nach, wie es mit Sandstein auf dem Weg ausschaut.

 

Grillfete und Ausflug nach St. John

 

Nachdem wir die letzte Woche mit Bäume fällen und Brennen verbracht haben, waren wir am Freitag noch in Moncton um nun doch eine Dusche zu kaufen. Etwas Grillgut und Getränke für unsere kleine Fete am Samstag. Wir haben unsere Nachbarn auf eine Bratwurst eingeladen. Gern getrunken wird hier offensichtlich Wodka mit Saft und natürlich Bier. Zum Glück hat alles gereicht und es war ein netter Abend.

Sontag wollten wir ursprünglich arbeiten gehen. Bis ein neuer Plan aufkam. Da wir am Montag ursprünglich nach St. John wollten, weil der Fiat nicht mehr den Kofferraum aufmacht (nächste Fiat Werkstatt), haben wir beschlossen schon am Sonntag zu fahren, uns ein Hotel suchen und einen Bummel durch die Pubs von St. John machen. Dem geschah dann auch so. Auf der Hinfahrt haben wir ein ‚Pferdchen‘ gemacht. Ich kannte den Ausdruck nicht und Marion hat sich halb tot gelacht. Weil das heißt Fährtchen! Das heißt, man fährt nicht den Weg über die Autobahn sondern Landstraße. Das mit 4 Leuten im kleinen Fiat ist echt lustig.

Fähren im Inland von Canada sind meistens kostenlos. Selbst im Winter wird die Spur im See von Eis freigehalten.

In St. John waren wir bei den  Reversing Falls.  Das sind Stromschnellen im Mündungsbereich des Saint John Rivers in die Bay of Fundy. Sie befinden sich bei Saint John in der Provinz New Brunswick. Durch den in dieser Bucht außergewöhnlich großen Tidenhub kehrt sich die Fließrichtung des Saint John River im Mündungsbereich abhängig von den Gezeiten um. Eine felsige Schwelle im Flussbett (Upper Falls) und eine sich anschließende enge Schlucht (Lower Falls) verringern den Abflussquerschnitt und verstärken die Strömung derart, dass sowohl bei Ebbe als auch bei Flut Fließgefälle und folglich Stromschnellen entstehen, jeweils in die entgegengesetzte Richtung. Ein gefahrloser Schiffsverkehr ist in diesem Flußteil nur in den Zeiten mit schwacher Strömung zwischen Ebbe und Flut möglich.

Zu Fuss ging es dann durch die ‚Altstadt‘ von Saint John. Gemütliches Treiben, denn es ist Sonntag und nicht viele Leute sind unterwegs. Es gab Fish and Chips und Bier. Zu später Stunde sind wir noch einmal zurück in Hafen. Thomas konnte sich nicht verkneifen noch eine frittierte Eiskugel zu genießen und war selig. Eine super nette Bedienung mit einer erotischen Stimme und dann noch diese Eiskugel. Unser Hotelzimmer war mit zwei Doppelbetten bestückt. Man kommt sich vor wie in einem Hostel. Beim ersten Betreten von dem Zimmer haben wir die Klimaanlage eingestellt, die vorhandenen Fenster kann man, bis auf einem Spalt von 20 cm nicht öffnen. Die Luft stand förmlich im Raum. Nach ca. 6 Stunden kamen wir zurück und es war richtig kalt. Da fragt man sich, wer hat eigentlich diese dämliche Klimaanlage angestellt. Wir haben alle einigermaßen geschlafen und sind zeitig aufgewacht. Um kurz nach acht waren wir bereits in der Markthalle. Leider wohl zu früh, weil es war da wirklich noch kein Betrieb.

Der älteste Bauernmarkt Nordamerikas bildet das Herz von Saint John, New Brunswick. Die Stadt zählte einst zu den bedeutendsten Schiffbauzentren der Welt – eine Tatsache, an die bis heute das Dach der Markthalle erinnert, das einem umgedrehten Schiffskiel ähnelt.

Heute hat diese Hommage an die Vergangenheit vor allem nostalgischen Wert. Der Markt war ursprünglich für den Kauf, Verkauf und Tauschhandel von regionalen Bauernprodukten, Fleisch und Fisch, hausgemachten Kuchen und Kunsthandwerk gedacht, ist im Laufe der Jahre jedoch deutlich expandiert. An den Ständen stehen immer noch Fleischer, Wursthersteller, Fischhändler, Verkäufer aus handwerklichen Käsereien, Obst- und Delikatessenhändler, Bäcker und viele andere Anbieter – doch haben sie heute regionale, nationale und internationale Spezialitäten aus aller Welt im Angebot. Von britischem Erbsenpüree und koreanischem Ginseng-Tee bis hin zu fangfrischem Fisch: Ein Besuch auf dem Markt ist ein Muss für alle, die auf der Suche nach Zutaten für das nächste Picknick oder einem originellen Gericht für die Mittagspause sind.

Im Biergarten saß ein Pärchen neben uns. Der junge Mann bestellte sich ein Weizenbier. (ist nicht so üblich in Canada) Wir haben genau beobachtet, ob er wohl weiß wie er es einzuschenken hat. Zu unserer Verwunderung hat er alles richtig gemacht. Alex sprach Ihn dann doch an. Fragte ob er deutsch sprechen würde. Seine Antwort ‚Nein‘. Er war aber beruflich längere Zeit in Deutschland und liebt Weizenbier. Weizenbier – schrei nach mir !!!

Achja. Fast vergessen. Der Elektriker war da. Was ein Glück, das wir das nicht selbst gemacht haben.

und ich habe mir die günstigste, bunteste und kitschigste Kolibritränke gekauft die es gibt und ich bin extrem stolz darauf endlich eine zu besitzen.

Kolibri-Tränke
Kolibri-Tränke

 

 

Happy Birthday ‚Alex‘

Da meiner lieber Schatz heute Geburtstag hat, haben wir aufgrund der Zeitverschiebung gestern schon anfangen können den Geburtstag zu feiern.  Alex und ich waren bei uns. Haben den Tag mit Waldaufräumen und natürlich mit Feuer machen verbracht. Wieder waren wir morgens bergauf Laufen  und haben es bereut. Die Beine sind schwer wie Blei. Es gibt auch Bilder von der erledigten Arbeit, allerdings für den Betrachter nicht ersichtlich was wir geschafft haben. Wollte ja auch nur mal jammern.

Jedenfalls, da ja Brennen heute erlaubt war, bot sich die Gelegenheit ein Steak zu grillen. Das setzt aber voraus das  wieder ein Feuer gemacht werden muss. Zum Glück hat diesen Part Thomas übernommen. Hatte genug Feuer heute. Ich habe den Moment genutzt für eine Dusche. Dieser Schweiß vermischt mit OFF und Feuer ist unerträglich. Es juckt und stinkt einfach. Aber was ein Glück, da ja das Grillfeuer inzwischen brannte, konnte ich den frischen Duschduft direkt mit dem scheinbar eher üblichen Feuerduft übertünchen. Parfüm wäre hier echt Verschwendung.

Marion und ich haben das Steak-Grillen heute übernommen. Beim letzten Mal waren sie etwas zu lange auf dem Feuer. Aber mit der Theorie ‚Umdrehen wenn der Fleischsaft herauskommt und nur ein mal drehen bitte‘ sind sie nahezu perfekt geworden. Dazu super leckere Salate. Ich soll dazu sagen, die Äpfel sind kein Obstsalat sondern Marions Paprikasalat mit geräuchertem Gauda, Zwiebeln, Apfel und eigentlich Wallnüssen (nicht vorrätig) stattdessen mit Pistazien. Extrem lecker und vor allem absolut LowCarb.

Den Abend haben wir mit ‚Quatschen‘ verbracht und mit Getränken. Marion war etwas angeheitert und wollte nicht so richtig ins Bett. Wir haben daher beschlossen, morgen an Alex seinem Geburtstag einfach mal etwas länger zu schlafen. Als jedoch morgens um 7 Uhr das Telefon klingelte, waren wir alle wach und jeder wusste, dass konnte nur Manfred sein (hatten wir schon mal). Alex sein Vater wollte der Erste sein der gratuliert. Das wäre das erste Mal gewesen, das wir länger geschlafen hätten. Zu allem Unglück regnet es. Es blitzt und donnert. Thomas muss heute arbeiten. Er ist nach Fredericton. Wir frühstücken zeitig (waren ja eh alle wach) und überlegten was wir denn nun machen könnten.

Alex hat den Lachs überprüft. Der Räuchervorgang scheint abgeschlossen. Sieht gut aus.

erster geräucherter Lachs
erster geräucherter Lachs

 

Das Telefon klingelte weiter. Etliche WhatsApp Glückwünsche haben Alex erreicht. Deshalb ein gemeinsames Dankeschön für die Glückwünsche an Jochen und Olivia, Doris und Börni, Micha und Sylvia, Ronny, Uwe, Charleen, Horst und Traudel, Manfred und Magda und alle die noch kommen.

Zwischenzeitlich kam auch ein Anruf von unserem Plumber. Er hat uns sein Angebot telefonisch gegeben, weil er keine email senden kann, weil jemand der es kann, dessen Schwester leider krank ist. Häh? o.k. zum Glück gibt es ja Telefon.

Alex hatte einfach Langeweile. Wer Ihn kennt, weiß das er dann unausstehlich ist. Daher hat niemand widersprochen, als er bei Gewitter und Regen doch auf unser Grundstück fuhr um irgendwas zu arbeiten. Als Geburtstagsessen gibt es heute Schnitzel. Das ist ja mal was. Ursprünglich war eigentlich geplant nach Moncton zu fahren um Sushi zu essen, da Thomas aber unterwegs ist, werden wir das verschieben. Bericht folgt!

 

Regen – Wasser – Dusche – Küche und erste Möbel

 

Am Freitag war der Plumber vor Ort. Er wird uns ein Angebot erstellen für die Wasser- / Abwasserleitungen. Wir werden wohl doch nicht über Wassertanks im Keller rumkommen. Geplant war von uns ein Durchlauferhitzer einzusetzen, allerdings ist das Grundwasser so kalt, das der es nicht schafft es auf angenehme Temperatur zu bringen. Auch auf einen Kühlschrank mit Eiswürfelmaschine muss ich leider verzichten. Da wir ja nicht dauerhaft das Häuschen nutzen können, ist es problematisch das Wasser herauszubekommen. Schade – Schade – Schade.

Entscheidungen über eine Dusche müssen getroffen werden, damit er weiß wo die Anschlüsse hinkommen. Das Fliesen von Duschen gibt es hier zwar ist aber eher unüblich. Dafür gibt es komplett fertige Duschkabinen. Aus mehreren Teilen und manchmal auch aus nur einem Stück gegossen. ( Marion sagt, ist besser sauber zu halten). Jedoch das wirklich passende und bezahlbare zu finden stellt sich als Herausforderung heraus. Wir haben uns für eine Eckdusche entschieden. Das muss erst einmal reichen.

Damit der Elektriker weiß wo die Kabel für die Küche hin sollen, mussten wir am Wochenende die Küche planen. Diese Umrechnerei von Inch/ Zoll in cm, nervt echt. Der Isolierfritze teilte dazu noch mit, das die Innenwände nur aus Rigips sein werden. Demzufolge werden ich, um Alex seine Nerven zu schonen, auf Hängeschränke verzichten. Dafür haben wir unsere ersten Möbel gekauft. Alex hat den Tisch gleich aufgebaut. Allerdings ist er überzeugt, das die Produktion extra bei unserem Tisch, ein Bein kürzer gebaut hat als alle anderen 100.000 Tische. Marion und ich konnten es nicht glauben. Haben etwas am Tischbein rumgebogen und siehe da. Es passt.

Freitag haben wir reichlich Grünzeug verbrennen können. Somit sah es wieder etwas aufgeräumt aus.  Hier kann man schauen ob man Feuer machen darf.http://www.gnb.ca/public/fire-feu/dbpmap-e.asp Es fehlen nun noch 3 Bäume. Bei 2 brauchen wir aber evtl. Hilfe von Thomas, denn sie müssen perfekt fallen. Samstag früh waren wir joggen. Das war keine gute Idee. Wir hatten so lahme Beine. Anschließend haben wir die Bäume gefällt. Dank der Keile hat es genau gepasst. Marion und ich haben dann zwei Feuer gemacht und gebrannt. Nachmittag haben wir dann noch bei Thomas und Marion ein Feuer gemacht um ein paar Würstchen zum Abendessen zu grillen und dazu lecker Sauerkraut.

Sonntag hat es den ganzen Tag geregnet. Alex hat aus dem alten Regenfass ein Räucherofen gebaut. Damit Marion auch mal frei hat, habe ich gekocht. Wendländische Hochzeits-Suppe und Hühnerfrikassee. Das ist viel Arbeit, vor allem die Suppe. Somit hatte ich reichlich Beschäftigung für einen verregneten Sonntag. Gegen Abend waren wir nochmal auf Turtle-Rock. Wir haben die Küche auf dem Fußboden gezeichnet.

Am Abend haben wir etliche Bilder aus den vergangenen Jahren angeschaut. Für jeden der das liest, garantiert langweilig. Wir hatten aber einen heiden Spaß.

Was für ein Mist. Montag morgen (wir wollten Joggen) es regnet. Reichlich. Da wir MM noch Ihren Scheck geben mussten und auch bei Lorne vorbeischauen wollten um Ihn zu bezahlen, haben wir es direkt mit einem Ausflug nach Moncton verbunden. Etwas im Baumarkt rumschnüffeln, eine Küchenplanerin beschäftigen und natürlich etwas zu essen und trinken kaufen. Es gab heute Pizza. Nix mit Low Carb.

Ein Tag der Arbeit – verhungerte Insekten

Inzwischen habe ich mich dem morgendlichen Joggen von Alex angeschlossen. Der erste Muskelkater ist überwunden. Die Laufstrecken sind hier alles andere als flach und wenn man nicht gleich in der Frühe startet wird man gefressen. Also ich meine von den Insekten. Ich habe das Gefühl ca. 100 Mücken / Blackflies und Horse-Fly – Stiche besser gesagt Bisse auf dem Allerwertesten zu haben. Es juckt fürchterlich. Wer denk auch daran die Kleidung mit einzusprühen. So etwas ausgehungertes an Viechern ist fast nicht vorstellbar. Da nützt es auch nicht schneller zu laufen.

Da wir ja nun endlich wissen, welche Bäume gefällt werden müssen, haben wir uns gleich ans Werk gemacht. (Übrigens war der Elektriker schon da. Hat den Sicherungskasten eingebaut. Da wir zufällig vor Ort waren, konnten wir alle anderen Details gleich besprechen und habe eine Quote bekommen und den Auftrag erteilt. Er fängt Montag an. Wozu dann ein Termin am Donnerstag??? Manchmal passt einfach alles. Hervorragend)

Im letzten Jahr haben wir die gefällten Baumstämme ordnungsgemäß, wie es Deutsche eben so machen, zwischen den Bäumen aufgestapelt. Ist praktisch und sieht ja auch nett aus. Leider war das völlig unnütz, weil die Bäume, zwischen denen wir gestapelt haben, jetzt leider gefällt werden müssen. Also alles nochmal. Super. Jetzt warten wir eigentlich nur noch das es 14.00 Uhr wird, weil dann wird von der Behörde täglich veröffentlicht ob man ein Feuer machen darf oder nicht und wie groß es sein darf. Mit Glück können wir dann die Massen vom Gestrüpp der Bäume gleich verbrennen. Dann sieht es wieder schier aus. Oh man sind wir deutsch.

Das Haus ist inzwischen verkleidet und hat Tür und Fenster drin. Das Geländer der Porch steht und die Frames (Innenwände) werden heute noch fertig.

Also das mit dem Verbrennen ist ne super Sache. Die heutige Erlaubnis lautet von abends 8 Uhr bis morgens 8 Uhr. Es hat zwar zwischenzeitlich geregnet, aber jetzt noch Feuer machen steht nicht auf dem Plan. Alex hat noch Bäume gefällt, so das die Säge hängen blieb. Nach einigen Rucken hin und her, war die Säge raus, aber die Kette steckte fest. Also fix rüber und eine andere Kette holen, und mittels der alten Kette, die neu gekaufte Kette aus dem boshaften Baum befreien. Ich habe derweilen diese Seite aktualisiert und geangelt. Ohne Erfolg.

Alex und Ich haben beschlossen nochmal zur Baustelle zu fahren, denn, man soll es nicht glauben. Sie sind fertig. Wir haben etwas Trinkgeld verteilt und die Arbeiter haben sich sehr gefreut. (Ist hier nicht so üblich).

Zum Abendessen gab es heute Frikadellen mit Kohl. Ursprünglich sollten es Kohlrouladen geben, aber nachdem es gemeinschaftliche Diskussionen über ‚Ich mag gar nicht gerne Kohl‘ – über ‚ Mache Dir doch nicht so viel Arbeit‘ gab, hat Marion sich für Bouletten entschieden. Wieder gibt es kein Bild davon. Es war lecker.

Das Wort zum Mittwoch: Wer sich in Geduld übt, ist schneller fertig!

Kurze Zusammenfassung.  26.09.14 in einer Stunde Gespräch mit dem Bauträger ein Haus entworfen, Wände gezogen, Farben von Dach Wand und Fenster ausgesucht. Angebot erhalten, einige Emails und Diskussionen über den Winter hinweg. Schneeschmelze abgewartet. 8.Mai 2015 Baubeginn. 16.07.2015 alles fertig. Was mich beeindruckt ist, das jegliches Baumaterial vor Ort ist, nichts hat sich verzögert, weil Material fehlt oder nicht geliefert wird. Alle Mitarbeiter täglich, zuverlässig und pünktlich auf der Baustelle. Da kann sich manch deutscher Bauträger eine Scheibe abschneiden. Hätten wir nie gedacht das es so glatt läuft.

Wir sind begeistert!

Ein Tag in Moncton / New Brunswick

Montag ging es nach Moncton. Es gab einige Kleinigkeiten zu erledigen. Zuvor mussten wir aber Telefonate führen. MM hatte sich noch immer nicht gemeldet. Alex rief an und es hieß sie melden sich gegen Abend. O.K. Prima. Wir brauchten einen Termin mit dem Elektriker. Des weiteren einen Termin mit dem Wasser-Installateuer (Plumber) und mit jemanden von Fundy Pro Insulation für die Isolierung des Hauses. Die Termine gibt es sogar kurzfristig. Donnerstag und Freitag. Das ist Perfekt. Das Haus soll Donnerstag fertig sein. Finde ich persönlich schon unglaublich. Die setzen einen Termin an und dann ist es auch fertig. Sehr zuverlässig hier die Kameraden. Nachdem das alles organisiert war ging es nach Moncton. (knapp 40 km). Erster Stopp ist die RBC ‚Royal Bank of Cananda‘. Wir haben dort vor Jahren ein Konto eröffnet. Wir wollten klären ob es möglich ist, mehr als 2000 CAD am Tag zu bezahlen, weil wir ja Handwerker-Rechnungen zu begleichen haben. Das lässt sich leider nicht ändern. Es sei denn, wir kommen mit den Rechnungen zur Bank, dann können wir sie komplett bezahlen. O.K. erledigt. Dann ging es weiter raus nach Dieppe. Dort gibt es einen Händler für Autoanhänger. Wir planen einen anzuschaffen, damit wir hier ordentlich was transportieren können. Die Preise sind akzeptabel. Anschließend noch zu Wal*Mart — Off und AfterByte — kaufen. Besser is dat. Alex war schön völlig genervt, weil zwei Weiber durch den Laden laufen um Lippenpflegestifte zu kaufen. Da muss er durch. Endlich ging es in Cosco. Das ist ähnlich einer Metro. Es gibt fast alles und in großen Mengen. Hier wurde erst einmal Fleisch eingekauft. Das ist überhaupt wichtig. Alex war darüber sichtlich erfreut.  Während wir so unterwegs sind, hat MM sich gemeldet. Sie seien auf dem Weg zum Grundstück. Häh? Es ist 12.00 Uhr, das sollte doch heute Abend sein. Pech gehabt. Wie die Zeit rennt. Es ist schon 16.00 Uhr als wir wieder zurück sind. Hier kurz etwas über Moncton und so.

 

Moncton ist eine Stadt in der kanadischen Provinz New Brunswick an der Ostküste des Landes. Mit 69.074 Einwohnern (Stand 2011) ist sie nach Saint John (70.036 Einwohner) die zweitgrößte Stadt der Provinz. Ihre Fläche beträgt 142 km². Den Spitznamen „Hub City“ bekam die Stadt, da sie zentral in den Maritimes gelegen ist und einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt für Bahn- und Straßenverbindungen darstellt. Gemeinsam mit den Nachbarstädten Dieppe, Riverview sowie den Gemeinden Westmorland und Albert Counties bildet Moncton eine Metropolregion mit rund 138.644 Einwohnern. Etwa 65 % der Einwohner sprechen Englisch, 35 % Französisch. Moncton liegt südöstlich in New Brunswick im geografischen Zentrum der Seeprovinzen. Die Stadt befindet sich etwa 100 km südwestlich von Prince Edward Island und grenzt nördlich an den Petitcodiac River an dem Punkt, an dem der Fluss von Westost nach Nordsüd verläuft.

 

Marion macht schnell noch eine super Pizza, damit wir essen können bevor wir endlich den ersehnten Termin mit MM genießen können. 19.08 Uhr geht es dann nochmal rüber auf unser Grundstück. David steckt das Septic-Field ab und Alex kennzeichnet alle Bäume die noch fallen müssen. Endlich geschafft. Nun ist Feierabend. Morgen geht es weiter.

 

Der ultimative Verweil-Platz ( The Eagle has landed )

Den ultimativen Verweil-Platz auf knapp 2 Ha zu finden ist nicht so einfach. Für Sonntag haben wir uns vorgenommen einen Zugang zu unserem ‚Beach‘ freizuschneiden. Hatten wir zwar letztes Jahr bereits gemacht, aber auch hier wächst ‚Vieles‘ und genauso schnell wie in Europa. Auch Unkraut, man soll es nicht glauben. Das Hauptproblem ist, das wir zwei ‚Untiefen‘ auf unserem Grundstück haben, die überwunden werden müssen. Sie sind sehr matschig und müssen gemeistert werden, wenn man zum Fluss möchte. Es geht etwas hügelig voran mit unterschiedlicher Vegetation von Nadelbaum bis Gestrüpp und Ahorn. Ja der geliebte Ahorn sollte auf keinen Fall beseitigt werden… wenn es denn geht. 27 Grad. Mengen von Insekten fressen einen auf. Autan aus Deutschland braucht man gar nicht einpacken. Das Geld kann man sich sparen. Hier gibt es Off. Das einzig Wahre. Katerina Jacob ( Oh (weia) Kanada) hat in Ihrem Buch (auf jeden Fall zu empfehlen. Selten so gelacht) es wie folgt beschrieben. ‚Off. Alleine die Gebrauchsanleitung las sich wie ein chemischer Waffeneinsatz. Auf keinen Fall in Augen oder Mund sprühen! Hatten wir nicht vor. Der Abstand sollte einen Meter oder mehr betragen, wenn man das Zeug benutzte. Jugendlichen unter 16 Jahren war der Gebrauch verboten und wenn möglich, nicht auf die nackte Haut sprühen. Hä? Falls doch wurden nach dem Jagen und bevor man wieder Kontakt zu menschlichen Artgenossen aufnahm, dringend eine Dusche empfohlen. Wow! Wen in meiner näheren Umgebung mochte ich nicht und konnte ihn als Versuchskaninchen benutzen?! Aber es hilft.

 

Nachdem wir ca. 300 m Weg freigeschnitten hatten und endlich am Fluss angekommen sind, haben wir erst einmal ein fixes Bad im Pollett River genossen. Es war frisch – aber perfekt. Während wir da so verweilten haben wir geschaut wo denn der ultimative Verweil-Platz sein könnte. Er musste auf jeden Fall Jochen und Olli-Olli gefallen, damit sie in Zukunft mit uns verweilen können. Das ist echt wichtig! Direkt am Ufer stehen riesige Ahorn, direkt darunter ist Sand und ein paar kleine flache Steine in etwas Gestrüpp (was wir die Tage noch entfernen werden). Die Bäume liefern Schatten und eine kleine Briese zieht durch. Ja, das ist der Platz zum Verweilen. Ein kühles Weizen, ein T-Bone und dazu ein Fernet. Was gibt es Schöneres? Wir freuen uns auf Euren Besuch. Wir sind vorbereitet.

Hier noch ein paar Bilder, damit man eine Vorstellung davon hat, wie der Weg zum River ausschaut.